Unser Ziel war die Gungoldinger Wacholderheide, ein über 70 Hektar großes Naturschutzgebiet am nördlichen Hang des Altmühltals im Landkreis Eichstätt. Sie ist im Mittelalter durch Waldrodung entstanden und heute die größte als Naturschutzgebiet ausgewiesene Wacholderheide in Bayern. Auf den typischen Trockenrasen wachsen neben Wacholderbüschen Wilde Rosen, Schlehen und Weißdorn zwischen den Kalkfelsen oberhalb der Altmühl. Als Lebensraum für verschiedene Orchideen, weitere seltene Pflanzen und gefährdete Schmetterlingsarten ist die Heide heute unersetzbar. Die unzähligen Exemplare des Wacholders in allen Wuchsformen geben der Heide auf dem trockenen Hang ihre Prägung. Dazwischen sind die Felsen zur Abwechslung verstreut. Alle Pflanzen sind dem extremen Lebensraum zwischen Trockenheit und heißer Sonneneinstrahlung vollständig angepasst. Die Heide wird durch Schafbeweidung gepflegt, da sie sonst verbuscht. Es ist ein extremer Lebensraum. Vom Parkplatz, auf dem noch angenehme Temperaturen waren, sind es nur 200 Meter weiter bis zu einem deutlichen Temperaturanstieg. Es ist wirklich erstaunlich, wie in dieser Backofenhitze immer noch Pflanzen leben können.

Gungoldinger Wacholderheide

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